30. Jahrestagung des BVPPT

Heimat - Aspekte in Beratung und Therapie

Counseling in Beziehung zu Raum und Zeit


3. bis 5. November 2017
Freitag 18 Uhr - Sonntag 14 Uhr

Tagungshotel Eifelkern
Monschauer Str. 5
D-53937 Schleiden
Tel. 02445 857-4
Anfahrt

Im Counseling begleiten und initiieren wir Prozesse, die Reflektion, Veränderung und Neuanfang ermöglichen.

Dabei schauen wir manchmal zurück auf das Dort und Damals, erinnern uns und wagen biografische und geschichtliche Rückblicke. Wir erstellen Situationsbeschreibungen im Hier und Jetzt. Neue Ziele werden formuliert, Visionen entwickelt und Pläne entworfen. Bei all´ dem nutzen wir unsere Sinne und spüren, schmecken, riechen, tasten und erinnern uns: Wie war es damals, wie ist es heute, wie soll es sein? Dabei erfahren wir, wie das mit dem jeweiligen Kontext in Verbindung steht. Heimat steht für Lebensräume, in die wir als Mensch hineingeboren werden. Heimat kann Wachstum und Entwicklung ermöglichen. Heimat zu verlieren und wieder neu zu finden, ist in persönlichen und beruflichen Entwicklungsphasen eine Herausforderung.

Wir laden Sie ein, mit uns die vielfältigen Facetten von Heimat zu erkunden - gehen Sie mit uns auf Heimatreise.

Carl Auer Verlag

Mitwirkende

Maria Amon Diplom Pädagogin, Counselor grad. BVPPT, Lehrtrainerin am IHP für Gestalttherapie und Supervision Heilpraktikerin (Psychotherapie) Supervisorin DGSv

Ute Boldt Diplom Pädagogin, Counselor grad. BVPPT, Vorstandsmitglied BVPPT Fachfrau für Projekt- und Prozessmanagement

Sabine Ewinger Pädagogin, Counselor grad. BVPPT (AeP in Verbindung mit TZI), Begleiterin in der Arbeit mit emotionalen Prozessen, freiberuflich und ehrenamtlich tätig in pädagogisch-therapeutischer Beratung, Supervision, Coaching und Weiterbildung, Leiterin der Seminare " Innehalten - mich neu orientieren”, Mitglied in der Institutskommission und Lehr-Counselor von POL e.V. EMDR, Fachreferentin für Krisenintervention

Michael Giese Tübingen, Pädagoge, Encouraging Trainer, Schauspieler, Regisseur, 60 Jahre alt, verheiratet, arbeitet bei der badischen Diakonie mit geflüchteten Menschen und Ureinwohner/innen, die einen Freiwilligendienst machen. Flucht und Emigration ist meine Passion, die Liste der Emigrant/innen aus Deutschland vor 70 Jahren ist ein unerschöpflicher Pool von Geschichten, Erlebnissen, Erfahrungen. In dem Film " Casablanca” mit Bogard und Bergman spielten einige deutsche und österreichische Flüchtlinge mit, gewußt? Mehrere Inszenierungen, Theater und Tanz, zu diesem großen Thema der Menschheit.

Jörg Fengler em. Professor der Psychologie der Universität zu Köln Arbeitsschwerpunkte: Klinische und Pädagogische Psychologie Psychologischer Psychotherapeut Gruppendynamik-Trainer (DAGG, DGGO) Supervisor (BDP, DGSv, DGVT, DVT, KLVT) Lehrsupervisor (BDP, DGSv, GwG,IHP, OAGG) Senior Coach (DBVC, BDP-DPA, Coach (DGSv)) Balintgruppen-Leiter (DBG) Lehrcoach (DGSv) Wissenschafts-Coach (DBVC) Ehrenmitglied im BVPPT

Andreas Herz Vize-Präsident Wirtschaftskammer Steiermark Fachverbandsobmann FV. Personenberatung & Personenbetreuung Im Alter von 38 Jahren wird bei ihm Krebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Nach einem mehrjährigen Kampf gegen den Krebs, beginnt er ein Studium am Institut seiner Heiligkeit, dem Dalai Lama, und wird in die Kräfte des eigenen Geistes eingewiesen und wird zu einem führenden Experten im Bereich Resilienz.

Christel Klapper Counselor grad. BVPPT; Sprecherin der Ländervertretung des BVPPT in Luxemburg; seit 14 Jahren selbstständige Trainerin, Individual- und Organisationsberaterin

Gert Levy Gestalttherapeut, Dipl.-Sozialpädagoge, Heilpraktiker-Psychotherapie (HPG), Suchttherapeut, Counselor grad. BVPPT, Supervisor, Mitglied im Berufsverband für Beratung, Pädagogik und Psychotherapie (BVPPT), eigene Praxis: Schwerpunkt: Sucht, Trauma, Migration.

Claudia Lichtenberg ISO 17024 zertifizierte Trainerin und Coach, Lehrtrainerin am Institut Kutschera in Wien und Geisenheim (Wiesbaden), Kutschera-Resonanz® Trainer, -Master, -Coach, Kinder- und Jugendcoach, System Coach, Lebens- und Sozialberaterin. Verbandsmitglied: BVPPT, DVNLP, OVNLP, ICO, EANLP

Stephan W. Ludwig Begründer der Integralis® Methode (2003) und Leiter der Integralis Akademie mit zahlreichen Weiterbildungsangeboten für Berater, Therapeuten und Coaches. Außerdem führt er Strategie-Workshops und Führungskräftetrainings durch. Das wichtigste Kriterium für den Erfolg seiner Arbeit ist der Zuwachs an Lebensqualität und Lebensfreude der Betroffenen.

Dagmar Lumma Mitbegründerin und Senior Advisor IHP & JBA, Vorstand IHP Vorstandsmitglied BVPPT, Dozentin an der Akademie Faber-Castell

Klaus Lumma Dr. Klaus Lumma ist LehrCounselor und Wiss. Vorstand IHP, Dozent KatHo AC und Akademie Faber-Castell

Doreen Markworth Counselor grad. BVPPT, Vorstandsmitglied BVPPT Supervisorin DGSv

Claire Merkord Dipl.-Übers., Counselor grad. BVPPT, Heilprakt. Psychoth. (HPG); Gestalttherapeutin, Arbeit: Beratung + Übers. Engl. / Frz. Recht, Wirtsch., Kultur + intern. Consulting: Leitung Vertragsabt.; Aufstellungsarb., interkulturelle Arbeit und Frauen; bi-kultureller familiärer Hintergrund

Peter Müssen Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Beratung, DGfB Dipl.-Psych. / Lic., Psycholog. Psychotherapeut (PTK NRW) Mitglied der PTK-NRW, Systemischer Therapeut u. Berater (SG) Lehrtherapeut SG, Lehrender Supervisor SG, Vorstand SG Member of EFTA

Matthias Ohler M.A., Jahrgang 1960, Philosoph, Linguist, Systemischer Berater, Musiker. Einige Jahre Projektarbeit bei IBM-Deutschland (Grammatik-Programme). Geschäftsführer der Auer & Ohler GmbH Heidelberger Kongressbuchhandlung und von MatO Records. Mitbegründer des Ludwig-Wittgenstein-Instituts. Leiter der Carl-Auer Akademie im Carl-Auer Verlag. Dozent und Ausbilder in eigenen Weiterbildungsreihen (Philosophisches Jahr, Atmosphärische Intelligenz®, Philosophische Praxis) sowie bei Hochschulen, Kliniken und Weiterbildungsinstituten und -gesellschaften.

Christina Pollmann M.A., Rhetorik- und Encouraging- Trainerin, individualpsychologische Beraterin, Counselor grad. BVPPT, PSI - Kompetenzberaterin Freiberuflich, Mitglied im Vorstand BVPPT

Markus Reinhardt Markus Reinhardt: Musiker (Geiger), mit Wurzeln im franz. Jazz (Django Reinhardt) sowie in der traditionellen osteuropäischen Zigeunermusik, Gründer des Markus Reinhardt Ensemble, Gründer des Vereins Kölner Sinte und Freunde (Maro Drom), Musikprojekte mit Kindern und Jugendlichen aus unterschiedlichsten Kulturen, Dozent an der Musikhochschule Köln.

Salam Riazy Musiktherapeut und Komponist In meiner Arbeit verbinde ich unterschiedliche Musiktraditionen, Therapiekonzepte und Philosophien, um mit Hilfe von Musik einen neuen Zugang zum Mensch-sein zu ermöglichen.

Dirk Rohr Dr. Dirk Rohr erhielt 2004 den Ruf auf die 'Professur für Kommunikation in pädagogischen Handlungsfeldern' (W1) der Universität Oldenburg. Seit 2009 ist er Leiter des Arbeitsbereiches Beratungsforschung der Universität zu Köln. Er ist Instituts- und Weiterbildungsleiter 'Systemische Beratung' im koelner-institut.de. Er ist im Geschäftsführenden Vorstand der DGfB und Sprecher der Fachgruppe Beratung in der DGSF.

Harald Rössle Diakon, Counselor grad. BVPPT, grad. in Themenzentrierter Interaktion bei RCI-int., Begleiter in der Arbeit mit emotionalen Prozessen (AeP). Freiberuflich und ehrenamtlich tätig in Pädagogisch-therapeutischer Beratung, Supervision, Coaching und Weiterbildung, Mitglied in der Institutskommission und Lehr-Counselor von POL e. V.

Wolfgang Röttsches Mitbegründer und Vorsitzender des BVPPT, Counselor grad. BVPPT, Systemischer Therapeut und Berater, SG Psychotherapeut, Austria

Hannah Schell Leitung Institut für Integrale Begegnung Seit 1994 Praxis für körperorientierte Psychotherapie (HPG) Counselor grad. BVPPT, Erwachsenenbildung

Karen Schober Vorsitzende des Nationalen Forums Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung e.V. (nfb); Vizepräsidentin der Internationalen Vereinigung für Bildungs- und Berufsberatung (IAEVG/AIOSP).

Rita Süssmuth Prof. Dr. Rita Süssmuth ist eine deutsche Politikerin und Wissenschaftlerin. Sie war von 1985 bis 1988 Bundesministerin für Familie, Frauen, Jugend und Gesundheit und von 1988 bis 1998 Präsidentin des Deutschen Bundestags. Zuvor war sie Professorin für Erziehungswissenschaften an den Universitäten Bochum und Dortmund und Direktorin des Forschungsinstituts „Frau und Gesellschaft“ in Hannover. Als Expertin für Migration wurde Rita Süssmuth unter anderem 2000 vom damaligen Bundesinnenminister Otto Schily zur Vorsitzenden der unabhängigen Kommission „Zuwanderung“ berufen. Sie ist heute Präsidentin des Konsortiums, das den deutschen Beitrag zum Aufbau der Türkisch-Deutschen Universität (TDU) in Istanbul koordiniert.

Margarethe Thomasen Counselor grad. BVPPT, Lehrerin (D, Theater, DaF/DaZ), Lehrertrainerin, Autorin. Ausbildung in Biodynamischer Körperpsychotherapie, Schauspiel, kollegiale Beratung; Langjährige Praxis im Schnittfeld von Pädagogik und Beratung, Theater und Bewegung. Die Begegnung mit der Praxis des Kontemplativen Theaters (Lee Worley, Steve Clorfeine), basierend auf buddhistischer Tradition, inspiriert alle Bereiche meiner Arbeit.

Dirk Waschull Prof. Dr. jur., M.A., RiLSG a.D. Mediator (BM), Ausbilder Mediation (BM), Coach Pädagogisch-Therapeutischer Berater, Counselor grad. (BVPPT) Leiter Masterstudiengang Beratung Mediation Coaching Fachhochschule Münster

 

Programm

Freitag, 3.11.2017

18:00 - 18:30 UhrBegrüßung

Dagmar Lumma, Wolfgang RöttschesBVPPT Vorstand

Grußworte aus den Dachverbänden

Karen Schober, nfb, VorsitzendeNationales Forum Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung

Peter Müssen, DGfB, VorsitzenderDeutsche Gesellschaft für Beratung
German Association for Counseling e.V.

20:00 - 22:00 UhrAuftakt und Einführung

Prof. Dr. Jörg Fengler

Jazz und Resilienz
Bilder für die Counselor Praxis

Dr. Klaus Lumma

Seit Hurricane Katrina 2005 die Geburtsstadt des Jazz überfallen hat, arbeitet Klaus Lumma kontinuierlich daran, wie Jazz & Malen in Beratungs- und Therapieprozessen zum Aufbau eines Inneren Sicheren Ortes integriert werden können in Deutschland, USA und Lateinamerika. Sein Vortrag in Verbindung mit Livemusik gibt einen Einblick in diesen Entwicklungsprozess.

Miss Melli & Fats Jazz CatsMiss Melli, Gesang Dr. Frank Carpentier, Klavier
Fats von Gerolstein, Trompete & Saxophon
Kalle Radermacher, Kontrabass
Jan Carpentier, Posaune
Uwe Düppengießer, Schlagzeug

Samstag, 4.11.2017

9:30 - 10:30 UhrHeimat – ein schillernder Begriff und seine Bedeutung für die Beratungsarbeit

Stephan W. Ludwig

In diesem Vortrag geht Stephan W. Ludwig dem Heimatbegriff in den verschiedensten Kontexten nach. Er spricht unter anderem über die äußere, die geografische Heimat, über die Beheimatung im eigenen Körper und über die verschiedenen Facetten einer inneren Heimat sowie die spirituelle Dimension des Heimatbegriffs. Außerdem werden zahlreiche erlebnisorientierte Arbeitsweisen beschrieben, wie mit dem Gefühl der Heimatlosigkeit und des Verloren- Seins in der Welt therapeutisch und in Beratungssituationen gearbeitet werden kann.

10:45 - 11:45 UhrChancen und Gefahren starker Kopplung – heimliche oder unheimliche Beratung?

Matthias Ohler

Manche Versuche, einen Begriff von Heimat zu klären, verorten Heimat in Herkünften – familiär, geographisch, sprachlich, zeitlich, geschmacklich, intellektuell, u.v.a. Andere sehen Heimat eher zukünftig an, als Ersehntes. Ernst Bloch findet, beides verbindend, ein Verständnis von Heimat als „etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war“. Alle Versuche bespielen Metaphern und sind emotional hoch sensibel. Ihnen scheint gemeinsam zu sein, dass es sich bei Heimat um etwas handelt, das Zugehörigkeit verspricht oder gar garantiert. Und es kommt Heimat plötzlich eine eigenständige Beziehungsqualität zu, die man anscheinend nicht so mir nichts dir nichts soll aufkündigen können.
Was bedeutet das für Beratung? Wenn wir Beratungsbeziehungen als solche verstehen, die von allen Beteiligten her kündbar bleiben sollen, dürfte es ratsam sein, jegliche Hoffnung auf Beheimatung in ihnen zu konterkarieren. Wie eignet sich aber hier das Konzept Heimat doch dazu, Sinnstiftendes zu ermöglichen?

12:00 - 13:00 Uhr30 Jahre BVPPT
Von einem der auszog, eine Heimat zu finden...:
der BVPPT als Wahlheimat oder der Blick von außen...

Prof. Dr. jur. Dirk Waschull

Als „Wahlheimat“ wird ein Land oder Ort verstanden, in dem sich jemand niedergelassen hat und sich zu Hause fühlt, ohne dort geboren oder aufgewachsen zu sein. D.h. – und wer würde das angesichts der Flüchtlingsströme nicht verstehen – Heimat kann und wird oft auch eine bewusste Entscheidung für einen Ort sein, an dem ich mich häuslich einrichten möchte.
Aus der Sicht eines noch neuen Mitglieds im Verband möchte ich der Frage nachgehen, nach welchen Kriterien Heimat gewählt werden kann und was das für die Wahlheimat selbst bedeutet.

15:00 - 16:30 UhrParallel-Workshops A

Mehr Infos unter >Workshops<

17:00 - 18:30 UhrParallel-Workshops B

Mehr Infos unter >Workshops<

21:00 UhrKulturabend

Markus Reinhard Ensemble und Maria Amon

Im Dialog zwischen Markus Reinhardt, seinem Ensemble und Maria Amon werden wir auf eine musikalische Zeitreise mitgenommen. Gleichzeitig ist es eine Reise durch die Geschichte der Zigeuner in Europa mit uns den Gadsche. Die Geschichte eines Volkes ohne Heimat im Sinne einer Nation und eine Erzählung von der Kunst des Überlebens, des Genusses und der Ekstase.

Markus Reinhard EnsembleMarkus Reinhardt: Violine
Janko Wiegand: Rhythmusgitarre
Zóltan Püsky: Sologitarre
Andreas Schilling: Kontrabass

Parallel Workshops, Sa. 4.11.

Bitte wählen Sie bei Anmeldung jeweils einen Workshop aus A und B. Geben Sie bitte auch jeweils einen Ersatzworkshop an für den Fall, dass Ihre erste Wahl bereits belegt sein sollte.

Klicken Sie auf einen Titel, um mehr zum Workshop zu erfahren.

A15:00 - 16:30 Uhr

A1

Heimat : raum_erfahren
Annäherungen an ein Thema mit Methoden des Kontemplativen Theaters

Margarethe Thomasen

Ein Jubiläum: Anlass für Erinnerung an die Dynamik zwischen Theorie und Praxis, Plan und Zufall, Nähe und Distanz, ... Kommen Gehen Bleiben. Heimat: Ein Thema, das die Dynamik solcher Erfahrungen aufgreift und erweitert. Kontemplatives Theater: Eine Praxis, die dieses Zusammenspiel erkundet - auf der Basis von Raumgewahrsein und Achtsamkeit. Wir nähern uns dem Thema Heimat mit Bewegung und Gestik, Atem und Stimme, im Zusammenspiel von Improvisation und Struktur. Dabei öffnen sich neue Sichtweisen und Spielräume zum Thema Heimat, verbunden mit Methoden für die Arbeit im Kontext von Counseling.

A2

Eine kleine Exkursion ins Tanztheater

Michael Giese

Bringen Sie nichts mit außer sich selbst, vielleicht noch eine Tasche, mit der Sie ausreisen wollen, darin ein Foto, eine Münze oder eine Kette? Ihnen überlassen. Ich möchte versuchen mit Ihnen gemeinsam ein Bild zu stellen wie es in der Vergangenheit, wie es heute und wie es auch bestimmt in der Zukunft immer wieder zu sehen ist, überall auf der Welt. Sie brauchen keinerlei Vorbildung, Sie brauchen nur Neugier. Ich freue mich auf bilderreiche 1,5 Stunden mit Ihnen. In der kurzen Zeit ist das nicht zu machen, sagen Sie? Shakespeare meint, im Theater braucht es nur einen Satz um Königreiche zu stürzen oder die Prinzessin zu verheiraten. Also, Leinen los, wir reisen ab.

A3

Begegnungen mit dem Thema „Heimat”

Gert Levy und Claire Merkord

Die „Heimat” ist Hintergrundfolie für den Wunsch an einem sicheren Ort zu landen und zu bleiben. In unserer Praxis setzen die Klienten Impulse des Ankommens und des Weiterziehens: Ausdruck von Lebendigkeit, Pendeln zwischen Autonomie und Verbindung. Wir schwingen dialogisch mit der Biographie der Klientel und der eigenen Biographie. Transgenerationelle „Übertragung” schafft systemische Zugänge zu den Vorfahren, die über das Individuum hinausweisen. Eigene Sehnsüchte besser kennen lernen als ein Zugang zu unserer Klientel: Reisen in die „sinn-liche” Erfahrung.

A4

Heimat - Aspekte in Beratung und Therapie

Sabine Ewinger, Harald Rössle

Unser Workshop bietet persönliche Zugänge zum Thema der Jahrestagung. Teilnehmende können mit Hilfe der „Wertschätzenden Erkundung” ...

  • in ihre Lebensgeschichte eintauchen und so ihr persönliches Verständnis von Heimat erkennen und dem/der GesprächspartnerIn vermitteln
  • erschließen wie dieses Verständnis in ihrem beraterisch-therapeutischen Handeln als Ressource wirksam wird oder werden könnte
  • sich aktuelle Erfahrungen der Flüchtlingskrise bewusst machen und folgern, was das für ihr beraterisch-therapeutisches Tun bedeutet oder bedeuten könnte.

B17:00 - 18:30 Uhr

B1

RESILIENZ 3.0 - der entschlüsselte Krisencode

Andreas Herz

Um in unserer Zeit der Beschleunigung nicht den Halt zu verlieren, müssen in einem Menschen die wesentlichen Bereiche der westlichen und östlichen Resilienzforschung wie „Emotionssteuerung, Impulskontrolle, Empathie, Kausalanalyse, realistischer Optimismus, Selbstwirksamkeitsüberzeugung, Zielorientierung, Achtsamkeit und Tatkraft” entwickelt und ausgebaut werden. Generell müssen wir ein massives Ansteigen physischer und psychischer Belastungen und Krisen feststellen. Erst wenn wir unsere Widerstandskraft auf allen Ebenen stärken, unsere mentalen und körperlichen Möglichkeiten erweitern, wird es uns gelingen, diesen belastenden Faktoren auf Augenhöhe zu begegnen und mit ihnen umzugehen.

B2

Der Soundflow: Auf den Flügeln der Töne reisen und bei sich selbst ankommen

Stephan W. Ludwig

In diesem Workshop folgen und vertrauen Sie dem Fluss Ihrer eigenen Töne und Ihres Körperausdrucks durch laute und leise, kraftvolle und sanfte innere Landschaften. In der liebevollen Begleitung achtsamer und nicht wertender Präsenz Ihres Begleiters verselbstständigt sich dieser Prozess manchmal zu einem Flow-Erlebnis und führt sie in kostbare und nicht vorhersehbare Erlebnis- und Bewusstseinsräume. Vielleicht nach Hause? Ganz in Ihren Körper? Oder in die Stille Ihres Herzens und ein Gefühl umfassender Dankbarkeit? Spannend!

B3

In sich Beheimatet-Sein

Hannah Schell

Wie kann ich in der Arbeit mit Menschen durch konkretes Körpererleben in die Erfahrung von Wachstum, Transformation und Bewusstsein führen? Der Körper als Ausgangspunkt unseres Selbst, der uns helfen kann unsere Eigenregulierungskräfte zu aktivieren. Eigenregulation ist ein dynamisches Wechselspiel zwischen Gleichgewicht und Ungleichgewicht, z. B. den eigenen Rhythmus für Fluss und/oder Stopp zu finden, ist die große Herausforderung unserer Zeit.

B4

„Heimat ist nicht da oder dort. Heimat ist in dir innen, oder nirgends.” (H. Hesse)

Claudia Lichtenberg

Finden Sie in diesem Workshop zu Ihrer eigenen Heimat und Verwurzelung und gleichzeitig praktische Anwendung für Ihre Klienten im Arbeitsalltag als Counselor. Hierfür lernen Sie, mit Hilfe der Kutschera Resonanz Methode, das Haus der Persönlichkeit, als ein Persönlichkeitsmodell, welches angelehnt an die logischen Ebenen des Lernens nach Gregory Bateson aufgebaut und dargestellt ist, kennen. Der Einstieg ins Thema erfolgt über Theorie und Anwendbarkeit in Ihrer therapeutischen Praxis und Beratungsalltag. Im Anschluss folgt die Eigenreflektion und Integration Ihres eigenen Hauses der Persönlichkeit in Trance.

Sonntag, 5.11.2017

9:30 - 10:30 UhrAuf der Suche nach Identität und Heimat

Prof. Dr. R. Süßmuth

Beratung für soziale Gerechtigkeit und Teilhabe

10:30 - 12:30 Uhr„Mein Beruf – (m)ein Heimatort” und „Zukünftige Heimat von Beratung”

Prof. Dr. Jörg Fengler und Dr. Dirk Rohr

Unser Beruf ist ein wichtiger Teil unserer Identität. Dazu gehören Glückserfahrungen, Krisen und Wandlungen. Jörg Fengler wird u.a. aufzeigen, welche professionellen Entwicklungen uns zu dem gemacht haben, was wir heute in unserem beruflichen Selbstverständnis sind. Dirk Rohr wird in erster Hinsicht den Blick nach vorne richten und darstellen, welche neuen Erfahrungen, Impulse, Perspektiven und Herausforderungen in unserer Arbeit als Beraterinnen und Berater gegenwärtig vor uns liegen. Beide Perspektiven werden einander ergänzen. Dabei sind auch alle Anwesenden eingeladen, auch ihre eigene Zeitreise durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ihres Berufs zu erleben und zu gestalten.

Provinzial
 

Anmeldung

30. Jahrestagung des BVPPT, 3. bis 5. November 2017

Tagungshotel Eifelkern, Schleiden, Einzelzimmer inkl. Vollpension

Tagungsgebühr

für Frühbucher bis 1. August 2017

Bei Anmeldung nach dem 1. August 2017 zzgl. jeweils 30,- Euro.

Bei Abmeldung von der Tagung wird in jedem Fall ein Verwaltungsanteil von 30,- Euro einbehalten. Bei Abmeldung innerhalb von 14 Tagen vor dem Tagungstermin wird die Gebühr abzüglich des Verwaltungsanteils nur dann erstattet, wenn ein Ersatzteilnehmer den Platz einnimmt.

Angaben zum Teilnehmer

Workshops

Ich melde mich an für die Workshops am Samstag, 4.11.2017. Die Workshops werden in der Reihenfolge der Anmeldungen belegt. Wählen Sie deshalb bitte aus jeder Phase zusätzlich zu Ihrem bevorzugten Workshop eine Alternative aus, falls Ihre erste Wahl bereits belegt sein sollte.

Phase A
15:00 bis 16:30 Uhr

alternativ:

Phase B
17:00 bis 18:30 Uhr

alternativ:

 

Kontakt / Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG

Berufsverband für Beratung, Pädagogik & Psychotherapie e.V.
Professional Association For Counseling, Education & Psychotherapy e.V.

Schubbendenweg 4
52249 Eschweiler

Telefon: 02403 839059
Fax: 02403 20447

E-Mail: kontakt@bvppt.de
Internet: bvppt.de

Vertretungsberechtigter Vorstand:
Dagmar Lumma & Wolfgang Röttsches

Registergericht: Amtsgericht Eschweiler

Registernummer: 10 VR 724

Datenschutz

Die Betreiber dieser Seiten nehmen den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst. Wir behandeln Ihre personenbezogenen Daten vertraulich und entsprechend der gesetzlichen Datenschutzvorschriften sowie dieser Datenschutzerklärung.

Die Daten, die wir auf dieser Webseite im Rahmen der Anmeldung zur Jahrestagung erheben, nutzen wir nur zum Zweck der Organisation der Tagung und der Vernetzung der Teilnehmer.

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